Nächtlicher Angriff auf Baustelle – 14. Mai 2013

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Kurz nach 3 in der vergangenen Nacht erfolgte ein Angriff auf die Baustelle des Tav in Chiomonte. Circa 30 Personen, einigen davon vermummt, haben eine Vielzahl von Böllern, Mollis geworfen und Leuchtspur und Raketen abgeschossen. Die No Tav Genossen, sind an mehreren Punkten der Zäune gleichzeitig in Aktion getreten und haben die Tore 4, 5 und 8, mit einigen Stahlkabeln die Schlösser blockiert um das Personal und Bullen an der Ausfahrt zu hindern. Durch einen in das 8b geschnittenen Durchgang, ist es ihnen gelungen auf das Baugelände vorzudringen, und mit Brandsätzen einen Kompressor anzustecken. Zwei Mollis wurden in Richtung Polizei geworfen, die die Baustelle schützen sollen, mit der Gefahr jemanden zu verletzen. Die Angreifer wurden dennoch sofort von Wasserwerfer und einem Tränengasangriff und in die umliegenden Wälder züruckgedrängt. Das alles dauerte nur 20 Minuten, und am Ende gab es keinen Kontakt mit Polizei und Carabinieri und auch keine Verletzten. Nach der Flucht der Angreifer, außerhalb der Baustelle wurden ein selbstgabauter Mörser aus Stahlrohr, um die Raketen abzuschießen, zwei nicht explodierte Brandsätze, Fackeln, Ketten, die zum Blockieren von Schlössern benutzt werden, Bolzenschneider, und eine Gasmaske gefunden.

[…]

Wir lassen die weiteren Erklärungen der Repressionsexperten und Politiker aus dem Artikel aus La Repubblica Tageszeitung weg.

Quelle: repubblica.it 15 Mai 2013

 

Die darauf folgende Presseerklärung der No Tav Bewegung:

Drei Tage der pausenlosen medialen Attacken und der Angriffe von Politikern gegen das Susa Tal und die No Tav Bewegung. Versuchen wir anhand folgender Punkte von der brutalen Realität zu berichten:

-Zu der Aktion Montagnacht gab es keine Erklärung, die Einzigen Nachrichten die durch die Zeitungen poltern kommen direkt von der Polizeiführung und dem Inneren der Baustelle.

-Die Realität ist: es gab keine Verletzen bei dem Angriff und zielte auf Infrastrukturen un nicht auf Menschen. Ein rußgeschwärzter Kompressor is der einzige „Verletzte“. Etwas wenig für einen „Tötungsdelikt“ ausser der Kompressor würde zum Baustellenmitarbeiter erklärt werden.

-Wenn der Minister des Inneren Alfano, getragen von einem breiten parlamentarischen Konsens, von einem „terroristichen Akt“ spricht und von „Mordversuch“ oder nicht weiß vovon er spricht oder wenn er es sehr gut weiß und bewusst die realen Fakten verfälscht, und dabei selbst terroristiche Töne anschlägt.

-Wir fürchten, wenn ein armer Teufel der Staatsräson geopfert wird, geschieht ist nicht durch die Verantwortung der NoTav Bewegung. Die NoTav Bewegung soll zerschlagen werden und dies alles erinnert tragischerweise an die „Strategie der Spannung“ in den 70er und 80er Jahren.

-Wir unterstreichen nochmals, dass das Zerschneiden von Zäunen und zerstören von Baumaschinen gewaltfreie Aktionen sind.

-Am Tag nach der Aktion, wurde die kleine Hütte der No Tav in der Nähe der Zäune komplett zerstört, (von wem? Da sind nur No Tav Leute und Polizei) aber keiner spricht darüber offnen.

-Wir fragen uns wo die verantwortlichen Minister gewesen sind dass sie heute harte Sprüche loslassen, während gleichzeitig die Ordnungskräfte zuschlagen und Tränengas gegen unbewaffnete Demostranten schießt.

-Wir fragen uns wo der Staat war als die Polizei ein tödliches Attentat warend der Räumung der Hütte Clarea im Februar 2012 ausführte ohne die Bauarbeiten zu unterbrechen.

-Wir verurteilen die vorverurteilende und einschüchtende Anfrage des Senators Stefano Esposito gegen den Journalisten Fabrizio Salmoni wegen „Anstachelung zu kriminellen Handlungen und Bedrohunung“ wegen seines Artikles „Es gibt Arbeiter und Arbeiter: z.B. gibt es Streichbrecher“, der von zahlreichen Zeitungen und Fernsehensendern beachtet wurde, die aber den wahren Inhalt des Artikels verschleierten.

-Der Innenminister sollte sich um die Firmen Sorgen machen, die auf der Baustelle arbeiten: vorgestern kam die Firma Pato Perforazioni von Rovigo dazu. Besagter Firma wurde am 30. März das Antimafia-Zertifikat entzogen, und wie nicht anders erwartet, arbeitet sie jetzt mit den vielen anderen Firmen, die bereits wegen betrügerischen Bankrotts, Korruption, etc, verurteilt wurden.

-So wird unser Boden an die immer gleichen, nicht zur Rechenschaft gezogenen Mafiosi verschleudert. Sie sind Komplizen der irreversiblen Zerstörung des Clarea-Tals und anderen Gegenden hier. Sie machen sich über das Leben und die Zukunft, derer die dort leben keine Gedanken.

-Wenn sie glauben, uns mit ihren prahlerischen Erklärungen einschüchtern zu konnen, haben sie sich getäuscht. Wir im Chiomonte werden weitermachen und ab Freitag mit dem dreitägigen Protestcamp beginnen, in Vorbereitung auf einen langen Sommer des Kampfes, den die Notav Bewegung organisiert.

16. Mai 2013, No Tav Bewegung.

 

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